Donnerstag, 13. Dezember 2012

Das neue Zuhause

Momos neuer Stall gefällt uns bisher wirklich sehr gut!
Momo ist entspannt, arbeitet super mit und wir machen auch reiterlich endlich mal wieder Fortschritte.
Hier ein paar Eindrücke:






Momo hat wieder dickes Winter-Teddyfell ;-). Im Hintergrund der riesige Reitplatz, leider zur Zeit festgefroren und zugeschneit...






Die neuen Freunde...Die kleine Scheckstute versteckt sich lieber, sie möchte nicht fotografiert werden =)

Das ist die Reithalle. Sie hat eine normale Größe (20x40), aber da wir bisher nur kleineres gewohnt waren, ist es erstaunlich, wie groß man hier die Wendungen reiten kann.




Freitag, 23. November 2012

Der Umzug

Nun war es endlich soweit, Momo und ich mussten (mit einem lachenden und einem weinenden Auge) umziehen. Und zwar nicht mal eben um die Ecke, sondern ca. 600km von Nord nach Süd...
Schon im Vorfeld war ich mehr als gestresst, da ich lange nach der optimalsten Transportmöglichkeit für Momo gesucht habe. Letztendlich habe ich sie mit der Spedition Jens Müller gefunden. Dabei fuhren außer Momo noch 4 andere Pferde mit einem großen LKW quer durchs Land.

Die Reise startete etwas holprig, denn mein Pferd hatte andere Pläne, als auf diesen LKW zu klettern. Die Rampe war etwas wackelig und ihr daher nicht geheuer. Außerdem standen viel zu viele (männliche) Helfer um sie herum, die es zwar gut meinten, aber mit ihrer etwas ruppigen Art (Männer eben...) und einem absolut falschen Timing alles nur noch schlimmer machten. Irgendwann schaltete sich dann mein Verstand wieder ein, ich drückte meiner Kollegin mein Pferd in die Hand und übernahm selbst die "treibenden Hilfen" von hinten.
---> eine Minute später stand Momo auf dem LKW!
Ich könnte mich selbst ohrfeigen, dass ich nicht früher schon das Kommando übernommen habe, aber ich war viel zu sehr neben der Spur...
"Treibende Hilfen" heißt in diesem Fall mit der Gerte in großen vertikalen Bewegungen zu wedeln, OHNE das Pferd zu berühren. Das kennt Momo, da weiß sie, was zu tun ist.
Einer der Helfer riet mir noch "Hau mal drauf!"Smilie by GreenSmilies.com Das hatte er selbst schon vorher versucht und brachte GAR NICHTS!!! (wen wundert`s?)...was ich ihm dann auch gesagt habe.

So, endlich konnte es dann losgehen. Bei der ersten Pause habe ich nochmal selbst nach ihr geschaut, war aber alles soweit in Ordnung.
11 Stunden später (!) waren wir dann endlich am Ziel und ich konnte meine Kleine wieder in Empfang nehmen. Ich war auf das schlimmste gefasst, aber Momo stieg ganz ruhig, zwar etwas verschwitzt aber nicht in Panik vom LKW, guckte sich um, ging in ihre neue Box und stiefelte schnurstracks zum Heu.
PUH!!!!!! das war ja einfach! Frauchen ist ja sooooooooo erleichtert!!!!!

Jetzt ist sie seit 4 Tagen im neuen Stall und gibt sich ganz cool. Hier und da ist sie zwar noch etwas angespannt, aber eher neugierig als ängstlich. Jetzt muss sie nur noch Freundschaft mit den anderen Pferden schließen, so dass sie nicht mehr alleine raus muss, und dann bin ich zufrieden. Morgen werde ich mal den ersten Reitversuch starten.


Montag, 15. Oktober 2012

Schlechtes Wetter

Momo ist ein schön-Wetter-Pferd!
Ursprünglich habe ich mal die Einstellung vertreten, dass mein Pferd robust gehalten werden soll.Solange es kalt und trocken ist, und nicht allzu windig, geht das auch. Doch sobald es nasskalt und windig ist, möchte Momo lieber rein...

Anfangs dachte ich, sie soll sich mal nicht so anstellen und wird sich schon daran gewöhnen, bei jedem Wetter draußen zu sein. Aber NEIN, Momo möchte bei Schmuddelwetter bitte rein. Das zeigt sie ganz deutlich, indem sie nach wenigen Stunden (oder gar Minuten) am Weidezaun hin-und herrennt, um Aufmerksamkeit zu erregen. Da das nicht sonderlich gut für Ihre Sehnen und Gelenke ist, habe ich ihr immer ihren Wunsch erfüllt und sie wieder in den Stall gelassen.

So lange in der Box zu stehen ist aber auch wiederum nicht gut für ein Pferd. Also habe ich nach einigem ausprobieren jetzt folgenden Kompromiss gefunden:
Im Sommer steht Momo Tag und Nacht draußen in ihrer Herde. Wenn es mehrere Tage am Stück regnet, darf sie mal über Nacht in den Stall oder bekommt eine Regendecke um.
Im Herbst und Winter steht sie nachts im Stall und tagsüber mit Decke auf der Weide bzw. auf dem Paddock. Natürlich auch in einer kleinen Herde. Wenn kein Gras mehr zum knabbern wächst, bekommt sie zwischendurch etwas Heu und Stroh.
An kalten Tagen behält sie auch im Stall die Decke auf, denn wenn es ihr kalt ist, mag sie weder geputzt werden (das geht dann ÜBERHAUPT NICHT) und auch Reiten kann ich dann vergessen. Sie ist dann so verspannt, dass sie sehr deutliche Abwehrreaktionen zeigt...sie buckelt schon kurz nach dem Aufsteigen. Zwar nicht so, dass ich davon runterfallen würde, aber es zeigt doch, dass der Sattel und mein zusätzliches Gewicht ihr mehr als unangenehm sind.

Aber auch hier finde ich nicht, dass Momo ein "unberechenbares, verrücktes Vollblut" ist, sonder im Gegenteil, sie ist sehr berechenbar und ich kann sie mittlerweile ganz gut einschätzen. Ich versuche immer, ihr zuzuhören und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Dadurch schaffe ich es, mit einem motivierten und (hoffentlich) zufriedenen Pferd zu arbeiten. Das macht sehr viel Spaß, Momo ist die Beste! Smilie by GreenSmilies.com

Montag, 17. September 2012

Kleine Eigenheiten

Momo ist ja manchmal wirklich witzig...
Sie hat (ganz wie ihre Besiterin ;-)) doch einige Eigenheiten, über die ich an dieser Stelle berichten will:

Momo lebt in einer großen Herde mit ca. 20 anderen Pferden. Wenn ich auf die Weide komme, um ein anderes Pferd mitzunehmen oder einem anderen Pferd eine Decke anzuziehen, gestaltet sich das meist sehr schwierig, da Momo mich "beschützt". Sie jagt die anderen von mir weg, denn sie möchte die volle Aufmerksamkeit.
Wenn ich aber nun Momo mit zum Stall nehmen möchte, dann bewegt sie sich nur in Zeitlupe von der Weide weg, denn sie möchte ja ihre Herde nicht verlassen...

Zur Zeit ist sie rossig, dann brauchen wir noch länger von der Weide zum Stall, da wir an der Koppel mit den Wallachen vorbei müssen und Momo dann alle 5 Meter stehenbleiben muss, um zu flirten.
Sie hasst es eigentlich, am Kopf angefasst, geschweige denn geputzt zu werden. Außer sie ist rossig. Dann liebt sie es! Gestern hat sie mir ständig ihren Kopf unter meinen Arm gesteckt und wollte kuscheln!Smilie by GreenSmilies.com

Normalerweise ist Momo beim putzen sehr sensibel, sie mag es nicht besonders, lässt es aber zu und geht immer artig "rum" wenn ich das von ihr möchte.
AUßER sie ist rossigSmilie by GreenSmilies.com
Dann genießt sie es, überall gründlichst gebürstet zu werden und steht wie eine Statue. Und zwar die ganze Zeit. BEWEGEN lässt sie sich dann nicht. Wer an ihr vorbei möchte, muss entweder unterm Bauch durchkrabbeln oder hat Pech gehabt.

Zum Glück hat sie aber außer den eben beschriebenen kleinen Macken auch viele sehr positive Eigenschaften: Sie hat bisher in (fast) keiner Situation panisch reagiert, geht im Gelände aufmerksam aber mutig an allem Fremden vorbei. "Angsthasenpferden" gegenüber zeigt sie, wie man vermeintliche Fluchtsituationen vorsichtig aber mutig "im Sinne des Reiters" Smilie by GreenSmilies.com meistern kann. Manchmal bilde ich mir ein, sie denkt gegenüber sehr schreckhaften Pferden: "Stell dich doch nicht so an"...aber das ist wohl sehr vermenschlicht. Sie zeigt, dass sie mir vertraut und ist somit in (fast) jeder Situation händelbar.
Das Vorurteil gegenüber Vollblütern, sie seien unberechenbar, kann ich in keinster Weise bestätigen. Zwar bin ich immer vorsichtig und gehe kein Risiko ein,(zum Beispiel habe ich mich noch immer nicht getraut, im Gelände zu galoppieren) aber ich habe ein absolut sicheres Gefühl, wenn ich mit Momo zusammen bin.

Auf einer solchen Vertrauensbasis kann unser weiterer gemeinsamer Weg entspannt aufbauen.

Montag, 20. August 2012

Und wieder ein Päuschen...

Ca. 2 Wochen haben wir es geschafft, nach unserem Trainingsplan zu arbeiten (siehe letzter Eintrag).
Es war wirklich toll, wir hatten beide Spaß an der Arbeit und Momo hat Fortschritte gemacht. Wir haben sogar einen richtig tollen, ruhigen Ausritt, vorbei an vielen "Neuheiten" wie z.B. Dorf, Sandweg, weite Fläche, gemeistert. Smilie by GreenSmilies.com

Und weils grade so schön war, kam natürlich wieder was dazwischen Smilie by GreenSmilies.com
Plötzlich ging Momo lahm...zwar nur gaaanz wenig, aber doch merkbar und eindeutig vorne...VORNE??? Das ist neu, sonst hat sie ja immer nur Probleme hinten?! Nagut, dann eben mal genauer nachschauen:
Fazit: leicht angeschwollene Sehne vorne rechts.  Smilie by GreenSmilies.comNa toll...

Also erstmal 1 Woche Pause mindestens, kühlen mit Wasser und Percutin und dann nochmal schauen.
Zum Glück war die Sehne nach 2 Tagen schon wieder normal, aber da mit einem Sehnenschaden nicht zu spaßen ist, bekommt sie dennoch lieber mal 2 Wochen Pause.Sicher ist sicher!

Aber was tun mit einem gelangweilten Pferd, dass man besser nicht bewegen sollte (Auf der Weide hat sie ja eigentlich auch schon genug Bewegung)? Ganz deutlich möchte Momo beschäftigt werden.
Ich habe mich entschieden, mit Momo mal das Clickern auszutesten. Kostet fast nichts und beschäftigt zumindest ihren Kopf. Ich habe mir einen bestellt, der hoffentlich morgen ankommt. Mal sehen, wie sie das wohl findet.
Gestern in der Sahara-Hitze haben wir "Duschen" geübt ;-). Momo hat ist dabei gar nicht so um mich herum getänzelt, wie sonst, wenn ich ihr mit einem Wasserschlauch zu Nahe komme. Ich glaube, sie hat die Abkühlung genossen.

Leider ist ihre schön schlanke Figur schon wieder weg. Nun habe ich also erstmal wieder ein mopsiges VollblutSmilie by GreenSmilies.com
Mehr als eine Woche Pause ist nun auch schon rum, werde ab morgen wieder mit Schritt-Arbeit beginnen und das dann laaaangsam steigern.

Montag, 30. Juli 2012

Trainingsplan

In den letzten Tagen habe ich bemerkt, dass Momo umso motivierter ist, je mehr Abwechslung ich ihr biete...Das wusste ich natürlich auch schon vorher, aber wetterbedingt und aufgrund der Hallenbelegung konnte ich bisher nur relativ wenig im Programm variieren.
Jetzt aber, wo der Sommer sich auch wirklich mal zeigt, sieht unser Wochenplan in etwa so aus:

Tag 1: Longenarbeit (manchmal mit sogenanntem "Körperband")
Tag 2: Reiten in der Halle
Tag 3: Reiten im Gelände
Tag 4: Longenarbeit auf dem Reitplatz
Tag 5: Pause
Tag 6: Reiten in der Halle
Tag 7: Freispringen und/oder Stangenarbeit
Tag 8: Pause

Manchmal gibts auch einen Tag Pause mehr, je nach Lust und Laune. Momo ist richtig konzentriert bei der Sache und gehfreudig. Vollblüter sind eben wirklich gute "Vielseitigkeitspferde", die einfach auch viel Kopfarbeit brauchen.
Demnächst möchte ich auch auf dem Außenplatz reiten, mir fehlt bisher aber noch das entsprechende Begleitpferd. Außerdem steht auch Stangenarbeit unter dem Reiter auf meinem (zukünftigen) Plan.
Ich bin gespannt, wie sich dieser kleine Trainingsplan im nächsten halben Jahr verändert. Ich werde berichten ;-)

Gestern haben wir uns das erste Mal an den Linksgalopp gewagt. Der Rechtsgalopp klappt manchmal schon ganz gut, zumindest habe ich ein sicheres Gefühl dabei. Linke Hand war es mir erstmal wichtig, dass Momo richtig anspringt und vor allem nicht bockt. Und das hat auch geklappt =)
Danach gab es natürlich wieder gaaaanz viel Lob.
Wir wurden auch wieder gefilmt. Ich muss es noch etwas kürzen, aber dann findet ihr es unter "Videos".

Sonntag, 22. Juli 2012

Jetzt aber!

Momo ist wieder fit! Nach einer 2 wöchigen Pause, in der der kleine Husten schön auskuriert werden konnte, scheint meine kleine Heldin wieder gesund zu sein.
Gestern durfte sie sich erstmal in der Halle frei austoben und heute bin ich sie schon wieder kurz geritten. Momo war wirklich motiviert bei der Sache, schön locker und entspannt. Vermutlich ist es ihr doch zu langweilig, "nur" auf der Weide zu stehen ;-) Glück für mich, es würde ja auch keinen Spaß machen, ein Pferd zu reiten, wenn dieses dazu überhaupt keine Lust hat.

Jedenfalls möchte ich in den kommenden Wochen Versuch Nummer 3 angehen, endlich "voll durchzustarten" in Punkto Pferdeausbildung. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben:
Pferd ist motiviert.
Frauchen ist motiviert.
Ein wenig Zeit kann ich mir freischaufeln.
Das Wetter soll gut bleiben (wer`s glaubt ;-)).
Es stehen ausreichend ruhige Pferde als potentielle Begleitung zur Verfügung =).
Sogar der dicke Grasbauch ist weg. (Dafür musste Momo leider etwas hungern...)

Die letzten beiden Punkte sind wichtig, da ich gerne viel ins Gelände reiten und auch bald den Reitplatz nutzen möchte.

Also dann, auf geht`s!
(Ich werde natürlich berichten!)